Aus China importieren
China ist mit Abstand der größte Hersteller und Exporteur von Schuhen weltweit: Sneaker, Stiefel, Sandalen, Sicherheitsschuhe. Der Einkauf ab Werk lohnt sich, doch Schuhe bringen Besonderheiten mit: eine Vorgeschichte von Antidumpingzöllen in der EU auf bestimmte Lederschuhe, eine verpflichtende Materialkennzeichnung, REACH-Anforderungen (vor allem Chrom VI im Leder) und ein reales Risiko gefälschter Marken. Hier steht, wie transportiert wird, wie eingereiht wird und welche kritischen Punkte Ihre Sendung ohne Überraschungen ankommen lassen.
Schuhe sind leicht, aber sperrig (Kartons, die viel Platz für wenig Gewicht brauchen), daher bestimmt das Volumen (CBM) die Kosten. Der übliche Weg ist die Seefracht: ganzer Container (FCL) für große Handels- oder Markenbestellungen, oder Sammelcontainer (LCL) für kleinere Mengen, geteilt mit anderen Importeuren.
Luftfracht lohnt sich nur für Muster, dringende Nachbestellungen oder Saisonkollektionen, die die Wochen per See nicht abwarten können. Achten Sie auf die Verpackung: ein stabiler Einzelkarton und gute Palettierung verhindern, dass die Schuhe nach Wochen im Container verformt oder feucht ankommen.
Schuhe werden in Kapitel 64 des Zolltarifs eingereiht (6401–6405), und der genaue Code hängt vom Material des Obermaterials und der Sohle ab: Leder, Textil, Gummi oder Kunststoff werden unterschiedlich behandelt. Der Zollsatz beim Eingang in die EU ist meist moderat (Schuhe gehören zu den höher verzollten Kategorien, orientierend mehrere Prozentpunkte je nach Art), bestätigen Sie den Code mit Ihrem Zollagenten. Die Einfuhrumsatzsteuer ist erstattungsfähig, wenn Sie als Unternehmen mit Ihrer EORI importieren und die Anmeldung auf Ihren Namen läuft.
Zum Verkauf haben Schuhe eine eigene Pflicht: die Materialkennzeichnung (Richtlinie 94/11/EG), die Piktogramme für das Material von Obermaterial, Futter/Decksohle und Laufsohle verlangt. Als hautnahes Produkt fällt sie auch unter REACH, mit besonderem Augenmerk auf Chrom VI im Leder. Fordern Sie die Erklärungen vor dem Versand vom Lieferanten an.
Die EU wandte jahrelang Antidumpingzölle auf Lederschuhe aus China an. Zwar ist diese konkrete Maßnahme ausgelaufen, doch die Branche hat eine Vorgeschichte: prüfen Sie je Code, dass Ihre Schuhe von keiner geltenden Maßnahme erfasst sind, bevor Sie kaufen.
Die Richtlinie 94/11/EG verlangt, das Material von Obermaterial, Futter/Decksohle und Laufsohle mit Piktogrammen zu kennzeichnen. Ohne diese Kennzeichnung dürfen Sie die Schuhe in der EU nicht verkaufen; vereinbaren Sie es mit dem Lieferanten schon bei der Bestellung.
Lederschuhe unterliegen REACH, mit einem strengen Grenzwert für Chrom VI (sensibilisierender Stoff). Verlangen Sie Prüfungen oder eine Konformitätserklärung vom Lieferanten: ein Verstoß kann die Ware blockieren.
Schuhe sind ein klassisches Fälschungsziel. Das Kopieren von Logos, Sohlen oder Markendesigns riskiert Beschlagnahme und Vernichtung am Zoll (samt Strafe). Arbeiten Sie mit eigenem Design oder unter Lizenz; niemals „Repliken“.
Für Schuhe ist die Seefracht (FCL oder Sammelcontainer) üblich. Wir übernehmen auch die Zollabfertigung und die korrekte Einreihung des Codes. Unsicher bei Kennzeichnung oder Antidumping? Schreiben Sie uns, wir beraten Sie.
Hinweis: Zölle, Antidumpingmaßnahmen, REACH und Kennzeichnungspflichten können sich ändern und hängen vom genauen Code und Zielland ab. Dieser Leitfaden beschreibt die allgemeine Lage zum Redaktionszeitpunkt; bestätigen Sie sie vor der Entscheidung mit Ihrem Zollagenten.
Schreiben Sie uns mit den Angaben, die Sie haben — was fehlt, fragen wir nach. Nur die E-Mail-Adresse ist zwingend erforderlich.
Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns direkt per E-Mail mit vier Angaben —was Sie transportieren, wie viel, von wo und wohin— und wir erstellen Ihnen so schnell wie möglich ein Angebot. info [at] easychinashipping.com